PostHeaderIconGebäude und Geschichte

Das Spital zum „Hl. Geist" befindet sich seit dem Jahre 1698 im Besitz der Stadt Schelklingen. Nach einem urkundlichen Nachweis war es vorher rund 140 Jahre lang im Eigentum der Herren von Wernau. Daher und wegen seines burgartigen  SpitalBaukörpers trägt das Spital als zusätzliche Bezeichnung auch den Namen „Wernausches Schloss". Die Stadt Schelklingen erwarb das Gebäude damals mit allen dazugehörigen Gütern als Spitalgebäude. Nach der alten Definition war das Spital eine „Herberge für Arme, Alte, Kranke und Kinder", die im Laufe der Zeit in ein normales Altersheim umgewandelt wurde. Erst mit dem Neubau des Bürgerheims St. Ulrich im Jahre 1964 verlor das Spital zum „Hl. Geist" seine Funktion als Altersheim. Es wurden dann dort einfache Sozialwohnungen eingebaut.

Mit dem Beginn der Sanierung des Stadtkerns von Schelklingen, Anfang der 80er-Jahre, haben sich Gemeinderat und Stadtverwaltung intensiv überlegt, was mit dem baulich sehr desolaten, aber von der Bedeutung hochkarätigen, stadtbildgeprägten Spitalgebäude geschehen soll.

Bei der Abwägung der möglichen Nutzungen, die vom ausschließlichen Einbau von Wohnungen bis zum Einbau von nur öffentlichen Einrichtungen ging, legte der Gemeinderat schließlich einvernehmlich folgende Verwendung des Spitals fest:

  • das Erdgeschoss für eine Töpferei
  • das 1. Stockwerk und die Flure im Erdgeschoss, 1. und 2. Stockwerk als Heimatmuseum
  • das 2. Stockwerk als Archiv und
  • das 3. Stockwerk für sonstige allgemeine öffentliche Nutzung.
  • Im nördlichen Anbau soll eine Wohnung für den Töpfermeister, der auch gleichzeitig Hausmeistertätigkeiten für das gesamte Gebäude ausüben soll, eingerichtet werden.

Der zunächst vorgesehene Beginn der Sanierung des Spitals im Jahre 1985 wurde nochmals wegen einer ganzen Anzahl von anderen laufenden oder kurz vor dem Beginn stehenden Bauvorhaben im Rahmen der Stadtkernsanierung verschoben. Anfang 1989 begannen dann aber die Bauarbeiten am Spital. Dabei stellte sich schnell heraus, dass sich die Bausubstanz in einem noch schlechteren Zustand befand als ursprünglich angenommen. Nahezu alle Holzteile sowohl für den statischen Bereich als auch für das Fachwerk mussten ergänzt bzw. ausgewechselt werden. Als Hauptproblem stellte sich die Statik heraus. Mit teilweise handwerklichen Meisterleistungen wurde der Baukörper gefestigt und für die Zukunft abgesichert.

Text: Broschüre Spital zum "Hl. Geist" in Schelklingen