Zwei Vogelfiguren sind „Fund des Jahres“ aus der UNESCO-Welterbehöhle Hohle Fels
Am Mittwoch, 29.07.2026, stellte Prof. Nicholas Conard von der Universität Tübingen im URMU Blaubeuren den mit Spannung erwarteten Fund des Jahres 2025 aus dem Schelklinger Hohle Fels vor. In diesem Jahr waren es zwei Vogelfiguren aus den Schichten das Aurignacien, ca. 40 000 Jahre alt. Damit kennt man aus der UNESCO Welterbehöhle Hohle Fels Schelklingen drei Vogeldarstellungen.

Foto: Ralf Ehmann, Uni Tübingen / URMU Blaubeuren
Der rechte der beiden Vögel ist in sitzender, eventuell brütender Haltung dargestellt. Der linke dagegen hat seine Flügel ausgebreitet und den Hals lang ausgestreckt. Hier reichen die Interpretationen von fliegend oder auf dem Wasser landend über drohend bis hin zu balzendem Imponieren. Die beiden Figuren sind mit nur knapp 1,3 und 0,7 Gramm wahre Leichtgewichte und gerade mal etwas größer als ein Daumennagel. Umso erstaunlicher ist die Liebe zum Detail, mit der die Figuren aus einem Stück Mammut-Elfenbein geschaffen wurden.
Beide Figuren können noch bis zum April 2027 im Museum für Urgeschichte und Eiszeitkunst (urmu) in der Ausstellung „Federleicht und Forschungsschwer – Entdecke die Miniaturvögel der Eiszeitkunst“ besichtigt werden.
Der Schelklinger Hohle Fels ist während der Sommerferien Mittwoch bis Freitag von 14 - 17 Uhr, Samstag und Sonntag von 11 - 17 Uhr geöffnet.


